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Lernraum
Dachau


Konzeption
Privater Kinderhort und Mittagsbetreuung Froschvilla
in
85221 Dachau,
Augsburger Straße 7 a


Stand Jan- 2018

1. Die Einrichtung
1.1 Träger
1.2 Geschichte
1.3 Rechtlicher Rahmen
1.4 Räumlichkeiten
1.5 Personal- und Gruppenstruktur
1.6 Aufnahmekriterien
1.7 Öffnungszeiten
1.8 Einzugsbereich, Lebenswelt der Kinder

2. Pädagogische Zielsetzung
2.1 Grundsätze
2.2 Leitlinien
2.3 Rechte und Pflichten der Kinderhort
2.4 Basiskompetenzen
2.5. Entwicklungsziele
2.5.1 Ethische Bildung und Erziehung
2.5.2 Sprachliche Bildung und Förderung
2.5.3 Mathematische Bildung und Förderung
2.5.4 Naturwissenschaftliche und technische Bildung
2.5.5 Umweltbildung und – Erziehung
2.5.6 Informationstechnische- und Medienbildung
2.5.7 Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung
2.5.8 Musikalische Bildung und Erziehung
2.5.9. Bewegungserziehung
2.5.10 Gesundheitserziehung
2.5.11 interkulturelle Erziehung
2.5.12 Spiel

3. Angebotsstruktur
3.1 das Besondere des Hortes
3.2. Tagesablauf
3.3. Wochengestaltung
3.4. Hausaufgaben
3.5. Freitagnachmittag
3.6. Ferien
3.7. besondere Aktionen

4. Schwerpunkte
4.1 Familienergänzender Bereich
4.2. Schulergänzender Bereich
4.3 Freizeitgestaltender Bereich
4.4 Projekte

5. Kooperation
5.1 Kooperation mit der Klosterschule
5.2 Kooperation mit den Eltern
5.3 Kooperation mit Ämtern und Fachdiensten
5.4 Kooperation mit den Kindern

6. Teamarbeit
6.1 Teambesprechungen
6.2 Fortbildungen
6.3 Ausbildung der Praktikanten
6.4 Supervision

7. Öffentlichkeitsarbeit

8. Qualitätsstandards


1. Die Einrichtung

1.1 Träger des privaten Hortes und der Mittagsbetreuung
Christel Waegele, Chw – Neue Wege®
Viehbacher Straße 1
85139 Röhrmoos

1.2 Geschichte

Gründung des Hortes war 1984 in der Dachauer Altstadt durch Gerda Riedel, die durch Henriette Schrader-Breymann, Friedrich Fröbel, Maria Pestalozzi geprägt war und die Idee einer im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung schulergänzenden und einer familienbegleitenden Horteinrichtung durchsetzen wollte. Sie setzte darüber hinaus einen besonderen Schwerpunkt im musischen, kulturellen und gestaltenden Bereich. 2011 übernahm Christel Waegele den Hort und die Mittagsbetreuung und führte ihn im bisherigen Sinne weiter, nun allerdings auch ergänzt durch den Schwerpunkt der interkulturellen Bildung. Der Hort bietet 36 Kindern und 12 Kindern in der Mittagsbetreuung Platz und ist jetzt in der Dachauer Altstadt, in der Augsburger Straße 7, in von der Stadt Dachau angemieteten Räumen angesiedelt. Im August 2014 wurden die Räume grundlegend saniert und den neuesten Bestimmungen angepasst.

1.3 Rechtlicher Rahmen

Grundsätzlich gelten die gesetzlichen Bestimmungen des SGB VIII, dritter Abschnitt des KJHG „Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege §§ 22, 22a, 24 und 24a sowie das Bayrische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) mit der entsprechenden Verordnung zu Ausführung des Bayrischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (AVBayKiBiG). Im KJHG wird festgelegt, dass Kinder, die eine Tageseinrichtung besuchen, im Hinblick auf die Bildung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit gefördert werden sollen. Die Aufgaben eines Hortes sind demnach die bedürfnisgerechte Betreuung, Erziehung und Bildung des Kindes. Wert wird besonders auf die Mitbestimmung des / der Erziehungsberechtigten gelegt. SGB VIII §45 KJGH regelt die Erlaubnis für den Betrieb einer Tageseinrichtung für Kinder und Jugendliche. Im BayKiBiG werden neben den allgemeinen Bestimmungen die Bereiche „Sicherstellung und Planung“, „Sicherung des Kindeswohls“, „Bildungs- und Erziehungsarbeit“ sowie der Bereich „Förderung“ genau definiert. In der dazu gehörenden Ausführungsverordnung werden vor allem die Bildungs- und Erziehungsziele in Kindertageseinrichtungen definiert. Art. 10 BayKiBiG erläutert den Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen. Hiernach bieten Kindertageseinrichtungen jedem einzelnen Kind vielfältige und der Entwicklung angemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegen zu wirken sowie zur Integration zu befähigen. Art. 4 betont ausdrücklich die Verantwortung der Eltern: Die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern liegt in der vorrangigen Verantwortung der Eltern. Die Kindertageseinrichtung ergänzt und unterstützt die Eltern hierbei. Das pädagogische Personal hat die erzieherischen Entscheidungen der Eltern zu achten.
Es gelten darüber hinaus alle rechtlich relevanten Anordnungen und Absprachen mit Landratsamt, Stadt Dachau und Gesundheitsamt.

1.4 Räumlichkeiten

Der Hort und die Mittagsbetreuung verfügen über 2 Gruppenräume, 2 Werkräume, eine Küche, in der täglich frisch gekocht wird, ein Leiterinnenzimmer, 2 Sanitärräume und eine Putzkammer

1.5 Personal- und Gruppenstruktur

Im Hort und in der Mittagsbetreuung stehen ausreichend Fachkräfte (Erzieherinnen) und Ergänzungskräfte (Kinderpflegerinnen oder vergleichbares Personal) zur Verfügung, so dass der von der Trägerin angestrebte Anstellungsschlüssel von 1 zu 9 eingehalten werden kann. Der Hort bietet 36 Tagesplätze an. Die möglichen Buchungszeiten sind von Schulschluss bis 14.00 Uhr, 16.00 Uhr oder 17.00 Uhr und enthalten gleichzeitig die Ferienbuchungszeiten von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Die Mittagsbetreuung geht in den Schulzeiten von Schulschluss bis 14.00 Uhr.

1.6 Aufnahmekriterien

Der Hort steht grundsätzlich allen Kindern in Dachau offen, die im Schulsprengel der Klosterschule wohnen. Ausnahmen bedürfen der vorigen Absprache mit der Stadt Dachau. Die Aufnahme erfolgt im Rahmen der vorhandenen Plätze. Sind nicht genügend Plätze vorhanden, so erfolgt die Vergabe der Plätze nach Dringlichkeitsstufen in folgender Reihenfolge: 1. Kinder der niederen Schulklassen haben Vorrang vor Kindern, die eine höhere Klasse besuchen. 2. Kinder, deren Mutter oder Vater allein erziehend und berufstätig sind 3. Kinder, deren Sorgeberechtigten in besonderer Notlage sind 4. Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind 5. Geschwisterkinder Die Dringlichkeit muss in geeigneter Form nachwiesen werden. Über die Aufnahme entscheidet die Trägerin in Absprache mit den Erzieherinnen, die die Gespräche mit den Eltern und den Kindern in den obligatorischen Schnupperstunden geführt haben.

1.7 Öffnungszeiten

In den Schulzeiten von 11.00 bis 17.00 Uhr von Montag bis Donnerstag, am Freitag von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr. In den Ferienzeiten ( mit Ausnahme der Schließungszeiten im August und in den Weihnachtsferien) von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr. In den Ferientagen wird ein gesondertes Programm angeboten.

1.8 Einzugsbereich

Einzugsbereich ist der Schulsprengel der Grundschule Klosterschule in Dachau und umfasst die Altstadt von Dachau, sowie die nördlichen Wohnbereiche. Die Kinder kommen aus allen möglichen Familienstrukturen, aus Familien mit Vater, Mutter und Geschwistern, von alleinerziehenden Elternteilen, Patchworkfamilien, Partnerschaften oder aus ausländischen traditionellen Familien. Die Berufstätigkeit aller Erziehungsberechtigten ist die Regel.


2. Pädagogische Zielsetzung

2.1 Grundsätze:

Unser erzieherisches Wirken im Hort und der Mittagsbetreuung basiert auf folgenden Maximen:
a. Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder
b. Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder
c. Vermittlung einer positiven Lebenseinstellung
d. Vermittlung von gegenseitiger Achtung bei unterschiedlichen Fähigkeiten
e. Vermittlung von Toleranz und Konfliktfähigkeit
f. Vermittlung von Geborgenheit und Sicherheit

2.2 Leitlinien

a. Kontinuität und Verlässlichkeit
b. Übernahme von Eigenverantwortlichkeit
c. Soziale Verantwortung
e. Selbstständigkeit und Leistungsbereitschaft
f. Durchhaltevermögen

2.3. Rechte und Pflichten der Kinder

Im Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland steht der Satz: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dies ist die Überschrift unseres Handelns an und mit den Kindern. Das bedeutet, dass wir jedem Kind ungeachtet seiner Herkunft, seiner Religion, seines sozialem Umfeldes mit Achtung und Respekt entgegentreten. Wir versuchen, die Kinder in ihren Fähigkeiten zu fördern und sie in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen. Die Meinung der Kinder ist uns sehr wichtig. Diese Meinungen und Ideen werden von uns wertfrei aufgenommen. Den Hortalltag gestalten wir so, dass Raum für die Umsetzung dieser Wünsche, Anregungen und Ideen bleibt. Im Rahmen der Möglichkeiten nehmen wir dies auf. Die Kinder verlangen nach verlässlichen Regeln, um Halt und Orientierung zu finden. Insofern wird den Kindern – über alle verantwortbaren Partizipationsmöglichkeiten hinaus – ein Rahmen an individuellem Handeln bei gleichzeitiger Achtung auf die Einhaltung bestehender Regeln ermöglicht. Unsere vielfältigen Angebote kommen dem Recht des Kindes auf eine ganzheitliche Entwicklung nach.
Folgende Rechte und Pflichten werden den Kindern nahegebracht
a. Recht auf Mitbestimmung und Mitgestaltung des Hortalltages
b. Recht auf freie Meinungsäußerung
c. Recht auf individuelle Persönlichkeitsentwicklung
d. Recht auf Hilfe und Unterstützung
e. Recht auf persönliche Beschwerde
f. Recht auf individuelle Förderung und Achtung
g. Pflicht auf Wahrung der Menschenwürde
h. Pflicht zur Einhaltung bestehender Regeln
i. Pflicht zum verantwortungsbewussten Handeln

2.4. Basiskompetenzen

Unser Ziel ist es, jedes einzelne Kind individuell in seinen persönlichen Fähigkeiten zu stärken und ganzheitlich in Bezug auf seine soziale, kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung zu fördern. Das Kind soll lernen, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln sowie Leistungsbereitschaft zu entwickeln, die Hausaufgaben ordentlich und selbstständig zu erledigen und das Lernen zu erlernen. Dadurch soll es den Kindern möglich sein bzw. möglich werden, Freude und Begeisterung am eigenen Handeln zu erleben und zu erfahren. Hierbei wird jedes Kind von uns so angenommen, wie es ist. Wir bringen den Kindern Achtung und Respekt entgegen und wirken auf die Entwicklung von freiheitlich- demokratischen, religiösen, sittlichen und sozialen Werthaltungen bei den Kindern hin.
Wir versuchen, eine vertrauensvolle und angenehme Atmosphäre zu schaffen, indem jedes Kind Verlässlichkeit, die nötige Hilfestellung, eine positive Lebenseinstellung und Zuspruch erfährt. Es ist uns wichtig, offen und ehrlich miteinander umzugehen, zu- und hinzuhören, sowie die Sorgen und Probleme der Kinder ernst zu nehmen. Damit sich die Kinder in ihrer persönlichen Kompetenz altersgerecht entwickeln können, geben wir ihnen Zeit und Raum und Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung.
Insbesondere wollen wir hierbei auf eine positive soziale Integration hinwirken und die Kinder bei der Entwicklung ihrer Identität unterstützen. Weiterhin fördern wir die Kompetenz der Kinder durch eine umfassende Angebotsvielfalt im personalen, kognitiven, physischen, psychischen und sozialen Bereich.
Unser Ziel ist es, durch die Vermittlung dieser vielfältigen Basiskompetenzen ein konstruktives Miteinander im zwischenmenschlichen Zusammenleben bei den Kindern zu erreichen. Wir ermutigen die Kinder zur Verantwortungsübernahme sowie zu aktiver Beteiligung an Entscheidungen. Die Kinder sollen lernen, sich in der Gruppe zurecht zu finden und sozialverträglich zu interagieren. Offenheit und Toleranz spielen dabei eine wichtige Rolle. In Konfliktsituationen sollen die Kinder lernen, friedlich und fair ihre Standpunkte zu vertreten, Kompromisse zu finden und diese zu akzeptieren. Ebenso wichtig ist die Vermittlung von Verhaltensweisen im Umgang mit fremdem Eigentum und den zur Verfügung gestellten Materialien und der Einrichtung des Hortes. Mittels Gruppen- und Einzelgesprächen sowie dem konsequenten Vorleben sozialverträglichen Verhaltens fördern wir diese Basiskompetenz der Kinder. Wir achten auf die Einhaltung und Durchführung bestimmter Umgangsformen. Hierbei ist authentisches Verhalten des erziehenden Personals wichtig.
Unser Ziel ist es ebenso, das Allgemeinwissen der Kinder durch Gespräche, Aktionen, den Einsatz von Medien und lebenspraktischen Übungen zu vertiefen. Hierzu gehört auch die Förderung der musischen und kreativen Kräfte der Kinder. Zur spezifischen Wissensvermittlung nutzen wir die Kompetenzen von Fachkräften außerhalb unserer Einrichtung.

2.5. Entwicklungsziele

2.5.1 Ethische Bildung und Erziehung
Kinder verschiedenster Kulturkreise und verschiedener Religionen besuchen unsere Einrichtung. Unser Ziel ist es, dass alle Kinder die verschiedenen Religionen kennenlernen und ihre Überzeugungen achten, sowie eine eigene, von gegenseitigem Respekt getragene, Einstellung und Identität entwickeln.

2.5.2 Sprachliche Bildung und Förderung
Unser Ziel ist es, dass alle Kinder ihre Bedürfnisse und Gefühle verbalisieren können und dafür eine geeignete Förderung zum Erlernen und Vertiefen der deutschen Sprache erhalten. Dabei achten wir auf einen altersgerechten Wortschatz, richtige Begriffs- und Lautbildung sowie grammatikalisch korrekten Satzbau. Durch regelmäßiges Lesen und Gesprächskreise erweitern und verfeinern die Kinder ihre Sprachkenntnisse. Kindern mit Migrationshintergrund ermöglichen wir durch unser ausgebildetes Fachpersonal eine Förderung beim Erlernen der deutschen Sprache. Zur Erhaltung der eigenen Sprachidentität pflegen wir die vorhandenen Dialekte und Muttersprachen. Zudem bereichern wir das Angebot durch tägliche Englischübungen in Wort, Spiel und Gesang, deren Inhalte Alltagssituationen umfassen.

2.5.3. Mathematische Bildung
Unser Ziel ist es, in Alltagssituationen wie Umgang mit Gewichten beim gemeinsamen Backen, beim Uhr ablesen, Zeiträume zu erfassen, beim Umgang mit Geld …. die mathematische Bildung der Kinder zu fördern. Verschiedenes Spielmaterial unterstützt und erweitert die mathematischen Kompetenzen der Kinder. Insbesondere bieten wir regelmäßiges Schachspielen an.

2.5.4 Naturwissenschaftliche und technische Bildung
Unser Ziel ist es, durch unterschiedliche Angebote, Projekte und Experimente den Kindernnaturwissenschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln und/ oder zu erweitern.

2.5.5 Umweltbildung und -erziehung
Unser Ziel ist es (vgl. § 8 BayKiBiG), durch Gespräche, Vorbild und Projekte den Kindern den ökologischen Kreislauf zu vermitteln und ihnen somit einen bewussten und respektvollen Umgang mit der Natur nahe zu bringen.

2.5.6 Informationstechnische Bildung, Medienbildung und -erziehung
Unser Ziel ist es, dass alle Kinder die in unserer Einrichtung vorhandenen Medien kennen und verantwortlich nutzen lernen. Durch regelmäßige Besuche in der städtischen Büchereien vermitteln wir den Kindern weitere Informations- und Medienquellen.

2.5.7 Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
Unser Ziel ist es, durch eine umfassende Angebotsvielfalt die Phantasie und Kreativität der Kinder anzuregen und die ästhetische und bildnerische Entwicklung der Kinder zu fördern. Wir kooperieren dabei mit den örtlichen Künstlern.

2.5.8 Musikalische Bildung und Erziehung
Unser Ziel ist es, allen Kindern die Möglichkeit zu bieten ihre musikalischen Bedürfnisse auszuleben, zu vertiefen und zu erweitern. Zur Unterstützung kooperieren wir mit örtlichen Fachkräften.

2.5.9 Bewegungserziehung und -förderung
Bewegung ist ein Grundbedürfnis ohne das Lernen nicht möglich ist. Um diesem Rechnung zu tragen und einen Ausgleich zum langen Unterrichtstag zu schaffen, bieten wir den Kindern möglichst täglich Raum und Zeit, ihren Bewegungsdrang zu befriedigen. Wöchentlich führen wir zur Erhaltung und Verfeinerung der motorischen Fähigkeiten und Geschicklichkeit verschiedene sportliche Aktivitäten wie z.B. die Sportstunden in der Schulischen Sporthalle, Fußballspielen, Klettern an den Klettergeräten etc. an.

2.5.10 Gesundheitserziehung
Unser Ziel ist es, den Kindern Verständnis und einen altersgerechten und eigenverantwortlichen Umgang mit Hygiene- und Körperpflegemaßnahmen sowie Verhaltensweisen zur Verhütung von Krankheiten zu vermitteln. Unsicherheiten und Fragen von Kindern in Bezug auf die Unterschiede der Geschlechter und die geschlechtsspezifische Entwicklung arbeiten wir in Gesprächen auf.

2.5.11. Interkulturelle Erziehung
Unser Ziel ist es, dass alle Kinder im Umgang mit fremden Kulturen und daraus herrührenden Überzeugungen und Verhaltensweisen respektvoll miteinander umgehen können. Da bei uns Kinder aus verschiedenen Nationen sind, lassen wir ihnen regelmäßig Raum aus ihrer jeweiligen Kultur und Lebenswelt zu berichten. Zudem übernehmen wir Verantwortung für Kinder in anderen Weltregionen, indem wir z.B. unser Patenkind in Südafrika unterstützen, Briefe schreiben oder uns mit dem von uns unterstützen Vereinen Siyabonga e.V. und Vamos Deutschland e.V. und ihren Projekten befassen. Ebenso versuchen wir die in Dachau lebenden Asylbewerber durch Einladungen und Hilfsaktionen zu unterstützen. Wir kooperieren hier mit dem Arbeitskreis Asyl.

2.5.12. Spiel
Unser Ziel ist es, die oben angeführten Erziehungsziele durch angeleitetes Spiel wie Theaterstücke, Experiment, Projekte, Aktivitäten auf spielerische und interessante Art und Weise zu vermitteln. Hohen Stellenwert hat für uns auch das freie Spiel. Wir bieten den Kindern genügend Zeit und Raum, um eigenverantwortlich zu entscheiden was, wo und mit wem sie spielen und somit ihre individuelle Persönlichkeit zu stärken.

3. Angebotsstruktur

3.1 Das Besondere des Hortes

Durch einen großzügigen Anstellungsschlüssel sowie langjährige erfahrene und motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist es uns möglich, optimal auf die Bedürfnisse und Belange der Kinder sowie der Eltern einzugehen. Da wir eine kleine unabhängige Einrichtung sind, gibt es bei uns kein Wechsel der Bezugspersonen durch Springer. Wir beschäftigen neben Erzieherinnen auch Lehrerinnen mit Migrationshintergrund als Ergänzungskräfte, eine heilpädagogische Erziehungshelferin, einen Pädagogen mit der Ausbildung für Deutsch als Fremdsprache und interkulturellen Kompetenztrainer. Zudem kooperieren wir gerne und großzügig mit örtlichen bildenden Künstlern sowie Musikpädagogen oder Fachkräften für Gewaltprävention.
Wichtig ist uns eine offene Atmosphäre, die auch in der Gestaltung der Räume zum Ausdruck kommt. Ebenso wichtig ist uns, dass wir täglich frisch und gesund kochen und die Kinder für die Essensgestaltung ihre Wünsche und Anregungen einbringen können.

3.2. Tagesablauf

Ab 11.00 Uhr ist der Hort für die Kinder der ersten Klassen geöffnet. Bis zur ersten Mittagessensrunde ist Zeit für Gespräch und Freispiel
12.00 Uhr gemeinsames Tischdecken und 1. Essensrunde, danach wiederum Freispielzeit 12.30 Uhr gemeinsames Tischdecken und 2. Essensrunde, danach wiederum Freispielzeit
13.15 Uhr gemeinsames Tischdecken und 3. Essensrunde, danach wiederum Freispielzeit
14.00 gehen die Mittagsbetreuungs- und 14.00 Uhr - Kinder und die Hortkinder treffen sich in ihren Gruppenräumen zum 15 minütigen Ritual, das gruppenindividuell ausgeführt wird und immer einem gleichen Ablauf bei unterschiedlichen Inhalten folgt.
Um 14.15 beginnt die Hausaufgabenzeit, die um 15.45 endet. Dabei gibt es eine kleine gesunde Brotzeit gruppenindividuell um 15.00 Uhr oder um 15.45 Uhr. Um 16.00 Uhr ist wiederum Abholzeit.
Die Kinder, die bis 17.00 Uhr bleiben, werden in einzelnen Angeboten zusammengefasst oder haben die Möglichkeit sich für freie Spielzeit zu entscheiden. 3.3. Wochengestaltung
Es finden wöchentlich wiederkehrende Angebote statt. Das sind die beiden Sportstunden, die Musikstunde, die bildnerischen Angebote, das Schachspiel und der regelmäßige Englischkurs.

3.4. Hausaufgabenzeit

Die Hausaufgabenzeit ist montags bis donnerstags von 14.15 Uhr bis 15.45 Uhr. Freitags werden keine Hausaufgaben gemacht. In der Hausaufgabenzeit haben die Kinder die Pflicht und die Möglichkeit, ihre schriftlichen oder mündlichen Hausaufgaben zu erledigen. Die jeweiligen Betreuungspersonen achten auf sorgfältiges und selbstständiges Arbeiten der Kinder und sind verantwortlich für eine ruhige und störungsfreie Lernatmosphäre in den Räumen. Die Betreuungspersonen sind ständige Ansprechpartner für die Kinder und geben – falls erforderlich – die nötigen Hilfestellungen. Hierbei gewinnen die BetreuerInnen einen guten Eindruck bezüglich des Wissens- und Entwicklungsstandards der Kinder. Die jeweiligen BetreuerInnen führen die regelmäßigen Eltern- und Lehrergespräche. Bei besonderen Problematiken kann Einzelhilfe gegeben werden. Ziel ist es, den Kindern eine ordentliche und eigenverantwortliche Arbeitshaltung zu vermitteln, die Freude am Lernen zu erwecken bzw. zu erhalten und Kindern mit Lernschwierigkeiten zu unterstützen sowie sie zu motivieren auch schwierigere Aufgaben selbst zu lösen und die Hausaufgaben konzentriert und in vertretbarer Zeit zu erledigen. Wir korrigieren in Absprache mit der Schule gemachte Fehler nicht, helfen aber, wenn die Kinder selbst merken, dass sie die Aufgaben nicht richtig bewältigen, dabei die richtigen Wege zur Lösung zu finden und informieren die Lehrer durch einen Eintrag im Hausaufgabenheft. Wenn Kinder in der zu Verfügung stehenden Zeit nicht alle Hausaufgaben erledigen können, vermerken wir auch dieses zur Information der Eltern und der Lehrer im Hausaufgabenheft.

3.5. Freitagnachmittag

Den Freitagnachmittag, der ebenfalls bis 17.00 Uhr geht, nutzen wir für gruppenspezifische Unternehmungen wie z.B. längere künstlerische Angebote, Gänge in die Stadtbücherei, Erarbeiten von Theaterstücken und bieten ebenso gruppenübergreifende Aktivitäten an.

3.6. Ferien

Die maximale Schließzeit unseres Hortes beträgt 30 Arbeitstage. In der Regel ist der ganze August und einige Tage in den Weihnachtsferien geschlossen. In allen anderen Ferien finden von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr besondere Ferienangebote statt, die jahreszeitlich ausgerichtet sind. Die Eltern werden zu Beginn des Kinderhort- bzw. Schuljahres über die Schließtage unterrichtet. Jeweils zwei Woche vor allen Ferien werden unsere inhaltlichen Angebote in den Ferien den Eltern per Aushang, auf unserer Webseite und durch Mail bekanntgegeben. Die Ferienbetreuung der Kinder sehen wir als pädagogische Ergänzung zu unserer Arbeit während der Schulzeit. Da der Hortalltag in der Schulzeit sehr reglementiert ist, bieten die Ferienzeiten gute Möglichkeiten die vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern sowie die Bildung vor allem im kreativen, musischen, technisch-naturwissenschaftlichen und umweltorientierten Bereich durch erlebnisorientierte Angebote zu vertiefen. Hierbei legen wir Wert auf Wahlmöglichkeiten für die Kinder, aber auch darauf, dass dann alle Kinder, die in den Ferien da sind, immer wieder alle etwas Gemeinsames tun.

3.7. Besondere Angebote

Besondere Angebote sind die Geburtstagsfeiern der Kinder, die Entlassfeier der 4. Klasskinder, der Selbstverteidigungskurs für Kinder gegen übergriffige Erwachsene und das jährlich sehr aufwendig organisierte Sommerfest der Einrichtung. In der Planung ist ein jährliches gemeinsam verbrachtes Wochenende der Kinder mit den Betreuerinnen in Ainhofen.

4. Schwerpunkte

4.1. Familienergänzender Bereich

Der familienergänzende Bereich gewinnt durch die sich permanent verändernden Familiensituationen stetig an Bedeutung. Immer mehr Kinder erleben den Zusammenbruch der Beziehung ihrer Eltern, das Leben mit nur einem Elternteil, neue Partner ihrer Eltern mit eigenen Kindern in Regenbogenfamilien. Bei allen Kindern sind beide Elternteile berufstätig. Etwa 20 Prozent unserer Kinder haben einen Migrationshintergrund mit den dazugehörenden Orientierungsschwierigkeiten und der Erfahrung, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist, dass sie aber für ihre Eltern Dolmetscherdienste übernehmen müssen......
Wenn die Kinder aus der Schule kommen, gehört von Anfang an unsere ganze Aufmerksamkeit ihnen. Wir sind für sie Erstansprechpartner, d.h. Wir hören ihnen zu, nehmen ihre Sorgen und Probleme ernst und erfahren in den Gesprächen, wie es ihnen geht. Insofern können wir den Kindern Zuspruch geben, sie aufbauen, trösten und stärken, ihnen Hilfen anbieten, aber können uns mit ihnen auch über ihre Erfolge und die schönen Dinge des Lebens freuen. Bei besonders schwierigen Lebenssituationen wie Scheidungen, Gewalterfahrungen oder Todesfällen versuchen wir durch gezielte Gespräche und spezifische Medien, Unterstützung sowie Hilfe bei der Krisenbewältigung zu geben. Unter anderem wirken wir durch unsere Vorbildfunktion darauf hin, dass der Hortalltag für die Kinder zur Bereicherung wird und somit zu einer positiven Lebenseinstellung beiträgt. In Konfliktsituationen vermitteln wir den Kindern mögliche Verhaltensmuster zur konstruktiven, weiterführenden Konfliktbewältigung. Kinder erleben bei uns, dass beide Konfliktparteien angehört und in ihren Gefühls- und Meinungsäußerungen respektiert werden müssen. Dieses Erleben befähigt die Kinder zu lernen, Kompromisse aktiv einzugehen und konsequent umzusetzen. Ein weiterer wichtiger familienergänzender Aspekt ist die Beziehungsarbeit. Ziel ist es hierbei eine Beziehung zu den Kindern herzustellen, die durch gegenseitiges Vertrauen zueinander geprägt ist. Diese Vertrauensbasis ist der Grundstein für ehrliche Kommunikation mit den Kindern und der Kinder untereinander und somit entscheidend für die pädagogische Einflussnahme auf die Kinder. Durch vielfältige Angebote und Aktionen versuchen wir dies zu erreichen und ihnen so unsere Werte vorzuleben und laden sie dadurch ein, diese Werte für sich zu prüfen und zu übernehmen. Den Eltern stehen wir beratend und unterstützend bei der Erziehung der Kinder oder in schwierigen Lebenssituationen zur Seite. Bei der Grundversorgung legen wir besonderen Wert auf unser frisch gekochtes Essen nach den Kriterien „Gesundheitsförderliches Essen in der Kita“ laut des Amtes für Ernährung in Fürstenfeldbruck und die Einhaltung der für uns und bei uns geltenden Tischmanieren. Als Getränke stehen ausschließlich gesunde zuckerfreie und zuckerarme Getränke in ausreichender Vielfalt zur Verfügung.

4.2. Schulergänzender Bereich:

Zu den festgelegten Zeiten betreuen wir die Kinder in festen Kleingruppen bei der Hausaufgabenerledigung. Dabei üben wir eine konzentrierte Arbeitshaltung und eine angemessene Arbeitsweise ein. Wir bringen den Kindern bei, selbst die Verantwortung für die Hausaufgaben zu übernehmen und motivieren sie zu einer verantwortungsbewussten Leistungsbereitschaft. Ziel ist es auch, den Kindern eine systematische Vorgehensweise bei mehreren zu erledigenden Aufgaben zu vermitteln. Wir benutzen dazu Werkzeuge aus dem Bereich des NLP. Letztendlich soll jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend in die Lage versetzt werden, die Hausaufgaben möglichst selbstständig und eigenverantwortlich zu erledigen und so das Lernen fürs Leben zu erlernen. Bei Schwierigkeiten geben wir zum passenden Zeitpunkt Hilfestellung, damit die Kinder die Wege zur Lösung dann selbst finden können. Durch gezielte Angebote wie Vorlesen und Sprechspiele fördern wir die Sprachentwicklung und Lesebereitschaft. Die Kinder der vierten Klassen bereiten wir gezielt auf die erhöhten Anforderungen des Schulwechsels vor und unterstützen sie in ihrem persönlichen Entwicklungs- und Reifeprozess. Eine enge Abstimmung mit der Grundschule durch regelmäßige Lehrergespräche ist uns dabei besonders wichtig.

4.3. Freizeitgestaltende Bereicherung

Unser Ziel ist es, die Kinder zu einer sinnvollen Nutzung ihrer Freizeit anzuregen. Sie sollen lernen und erfahren, sich kreativ zu beschäftigen und ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zu verwirklichen. Durch die Gestaltung unseres Tagesablaufes schaffen wir eine Balance zwischen Konzentration und Erholung. Wir setzen Impulse bei den Kindern, geben ihnen Zeit und Raum. Projektangebote ergänzen den Wochenablauf des Hortbetriebs. Weitere wichtige Punkte sind das Feiern der Feste des Jahreskreislaufes, dies auch im interkulturellen Sinne. Phasen der Stille sind uns wichtig. Deshalb bauen wir in unseren Tagesablauf immer wieder Oasen der Ruhe ein. Ziel ist es, dass die Kinder Ruhe auch als Erlebnis und wichtig wahrnehmen.

Ebenso wichtig ist uns aber auch die Zeit der Bewegung. Wir gehen deshalb regelmäßig auf den großen Spielplatz, der mit anregenden Kletter- und Spielgeräten ausgestattet ist, über ein Fußballfeld verfügt und so dem Drang der Kinder nach toben, bewegen und sich auspowern unterstützt. In Zeiten von schlechtem Wetter können wir eine Turnhalle nutzen. Dies dient natürlich auch dem Erlernen von Verhaltens- und Spielregeln und zur Bewältigung von Konfliktsituationen und der Herausbildung von Gruppenstrukturen.

Im Rahmen des Jahreskreislaufes bieten wir – neben dem täglichen Tischdecken, Abräumen, Säubern der Tische bei den Mahlzeiten – auch hauswirtschaftliche Angebote an. Wir backen, kochen nach Rezepten ihrer Familien, machen Marmelade etc. Ziel ist dabei einerseits einfache hauswirtschaftliche Tätigkeiten zu erlernen und zu üben, andererseits aber auch den Kindern den Wert gesunden Essens zu vermitteln und so der fast - food Mentalität eine andere Essenseinstellung entgegen zu setzen. Darüber hinaus feiern wir gerne und viel. Jeder Geburtstag, die Jahresfeste, der Beginn den Hortjahres, das Sommerfest und die Abschiedsfeier für die Viertklässler gehören zum Standard. Die Feste werden gemeinsam vorbereitet, jedes Kind und seine Eltern tragen ihrerseits etwas bei. So stärken wir das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder, aber auch die Zusammenarbeit mit den Eltern.

4.4. Projekte

Vor allem in den Ferien starten wir größere Projekte aus dem Bereich von Kunst und Kultur. Zum Beispiel haben wir einen Teil unserer Außenfassade miteinander gestaltet, mit Specksteinen Figuren hergestellt, Marionetten gebaut und dazu ein Theaterstück geschrieben und die musikalische Ergänzung dazu geübt. Diese Projekte haben den Sinn, längerfristiges Engagement und kreative Ideenentwicklung zu fördern, Spaß zu haben und auch den Eltern zu zeigen, was alles in ihren Kindern steckt. Bei diesen Projekten arbeiten wir eng mit Fachleuten außerhalb des Hortes zusammen. Ein regelmäßiges Projekt ist aber auch im Bereich von Gewaltprävention und Selbstverteidigung angesiedelt. Jedes Jahr führen wir ein solches mehrtägiges Projekt durch. Die Kinder sollen so erleben, dass sie nicht hilflos Gewalt gegenüberstehen, sondern dass es fast immer Lösungsmöglichkeiten und gute Verhaltensregeln gibt, die verhindern, dass Kinder Opfer von Gewalt werden oder zu Tätern werden.

5. Kooperation

5.1. Kooperation mit der Klosterschule

Die Erfahrungen im Hort erstrecken sich auf das soziale, familiäre und schulische Umfeld der Kinder. Diese Erfahrungen können sich sowohl in ihren schulischen Leistungen als auch in ihrem Verhalten in der Schule niederschlagen. Uns ist besonders wichtig, unser Bild von den Kindern den Lehrkräften zu vermitteln, um eine gemeinsame abgerundete Betrachtungsweise zu erreichen und um somit den Kindern eine möglichst optimale schulische und soziale Entwicklung zu ermöglichen. Deshalb finden regelmäßig Gespräche mit den Lehrkräften und intensiver Informationsaustausch z.B. über das Hausaufgabenheft der Kinder statt. Die Inhalte der Gespräche werden im Übrigen mit den Kindern besprochen. Inhalte der Gespräche sind der Lehrplan, die Hausaufgaben, das Verhalten und die Arbeitsweise, die Integration der Kinder in den Klassenverband und den Gruppen innerhalb der Klassen, der schulische und soziale Entwicklungsstand der Kinder sowie geeignete Förderansätze für sie. Wichtig ist uns dabei auch, die Eltern über diese Gespräche zu informieren und ihre Sicht der Dinge dann wieder in die Schule hineinzutragen. Mit den Lehrern sprechen wir auch über unsere Angebote und Projekte, um Doppelungen zu vermeiden und/oder um ihnen die Möglichkeit zu geben, an den gemachten Erfahrungen anzuknüpfen. Beim Austausch von Informationen zwischen Hortpersonal und Lehrkräften werden die gültigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten. Die Eltern ermächtigen das Hortpersonal mittels einer Einwilligungserklärung, zum Wohle des Kindes solche Daten mit den Lehrern der Grundschule Klosterschule austauschen zu dürfen.

5.2. Kooperation mit den Eltern

Die Elternarbeit erfolgt bei uns im Sinne der Gemeinsamkeit und des gegenseitigen Vertrauens. Die Elternarbeit beginnt bereits beim Voranmeldegespräch, geht dann bei der Schnupperstunde weiter. Hier werden unsere Einrichtung und ihre pädagogische Arbeitsweise vorgestellt, die Fragen der Eltern beantwortet. Regelmäßige Elternabende und Elterninformationen über Aushänge, Briefe, E-Mails und unsere Website, regelmäßige Elterngespräch zu festgesetzten Terminen oder bei den Tür- und Angelbegegnungen sowie bei den Festen runden die Elternarbeit ab. Die Jahres- und Wochenpläne, die Essenspläne, die Projekte werden mit den Eltern besprochen, ihre Meinung dazu wird eingeholt, ihre eigene Fachkompetenz abgerufen und ihr Engagement erbeten.
Die Kooperation mit den Eltern drückt sich auch darin aus, dass wir sehr unkompliziert auf Wünsche und Bedürfnisse der Eltern eingehen z.B., wenn eine Kind früher abgeholt werden muss oder länger bleiben soll. Hier sehen wir uns ganz stark als Dienstleister für die Eltern und ihre Kinder. Eine jährliche Kundenzufriedenheitsanalyse ermöglicht den Eltern sich auch anonym zu äußern und so ihre Wünsche und Anregungen einzubringen.

5.3. Kooperation mit Ämtern und Dienststellen

Wir kooperieren mit den städtischen Dienststellen und den Dienststellen des Landratsamtes, ebenso mit den anderen Horten und Kindertageseinrichtungen in Dachau und im Landkreis in den dazugehörenden Arbeitskreisen. Wir stimmen unsere Anmeldungen, Anmeldedaten etc. mit diesen Einrichtungen ab. Unser Hortpersonal, die Leitung oder die Trägerin nehmen an gemeinsamen Fortbildungen und Besprechungen teil.
Darüber hinaus kooperieren wir, wenn nötig, mit behandelnden Therapeuten und den sozialen Einrichtungen von Diakonie, Caritas oder anderen Einrichtungen.

5.4 Kooperation mit den Kindern

Entwicklungsangemessene Beteiligung ist nach der UN-Kinderrechtskonvention ein Grundrecht der Kinder. Daraus resultiert die Verpflichtung für Erwachsene, Kinder an Entscheidungsprozessen zu beteiligen und ihr Interesse für Beteiligung und Teilhabe an Beschlüssen zu wecken. Dieses Recht ist auch in § 45 Abs.2 Nr. 3 SGB VIII definiert. In diesem Sinne legen wir Wert darauf, dass die Kinder ihrer Entwicklung angemessen an den täglichen Entscheidungen beteiligt werden und ihre Interessen aktiv einbringen können. Regelmäßig Gespräche in den Mittagsrunden dienen diesem Zweck. Die Kinder können sich in den Feedbackrunden nach jedem Projekt ungezwungen einbringen, ihre Meinungen offen und ohne auf Kritik zu stoßen mitteilen. Diese Anregungen werden in den wöchentlichen Teamsitzungen besprochen und wenn möglich aufgenommen. Die Ergebnisse werden den Kindern dann wieder mitgeteilt. So vermitteln wir ihnen das Gefühl und das Wissen, dass sie ernst genommen werden. Dadurch soll natürlich auch die Bereitschaft und die Fähigkeit der Kinder gestärkt werden an demokratischen Prozessen mitzuwirken.

6. Teamarbeit

6.1. Teambesprechungen

Innerhalb jeder Gruppe finden wöchentliche Besprechungen über folgende Themen statt: Wochenplanung, Monatsplanung, Einzelfallbesprechungen, Fördermaßnahmen, Erziehungsziele für bestimmte Kinder, besondere Beschäftigungsangebote und gemeinsamer Ideenaustausch. Ebenfalls einmal pro Woche findet eine Teambesprechung aller Mitarbeiter statt. Hier werden die Themen besprochen, die für das Gesamtteam von Wichtigkeit sind, ebenso die Informationen des Trägers an die Mitarbeitenden, sowie die Planungsabsprachen, die Terminabsprachen, Raum- und inhaltliche Absprachen. Entscheidungen werden gemeinsam gefällt. Die Teamsitzungen werden protokolliert. Die Protokolle sind für alle Mitarbeitenden einsehbar. Die Beschlüsse werden in der darauffolgenden Sitzung auf ihre jeweilige Durchführung und den Stand ihrer Durchführung überprüft.

6.2. Ausbildung der Praktikantinnen und der „Bufdis“

Die Ausbildung der Praktikantinnen und der Bundesfreiwilligen ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Leitung der Tagesstätte übernimmt die damit verbundenen Aufgaben selbst und bezieht das Team in alle Bereiche ein. Sie beauftragt einzelne Mitarbeitende mit der Begleitung der Praktikantinnen/Bufdis bei den jeweiligen Lernschritten. So können sie an der Erfahrung aller teilhaben und durch die Teilhabe an Gesprächen, Beobachtungen und dem Miterleben der täglichen Arbeit ihr Wissen vertiefen und sich in einzelnen übertragenen Arbeitsschritten ausprobieren. Regelmäßig werden dann Gespräche mit dem Teamleiter und Beurteilungsgespräche geführt. Die Praktikantinnen nehmen an den internen Fortbildungen teil.

6.3. Fortbildungen

Wir veranstalten regelmäßig innerbetriebliche Fortbildungen an dafür langfristig festgelegten Tagen mit Referenten aus unserem Team oder mit Fremdreferenten. Darüber hinaus können und sollen alle Teammitglieder regelmäßig und in Absprache mit der Trägerin Fortbildungen besuchen, die je nach Relevanz für die Einrichtung von der Trägerin voll, zur Hälfte oder mit Dienstfreistellung bezuschusst oder bezahlt werden. Die Leitung und die Trägerin informieren über Fortbildungsangebote und fordern zu jeweiliger Teilnahme auf.

6.4. Supervision

Da wir ein kleines Team sind übernimmt in der Regel der Leiter, der ausgebildeter Supervisor ist, die routinemäßige Supervision für die Mitarbeitenden. Bei Bedarf wird ein Supervisor von außen zugezogen.
Die Supervision dient der selbstkritischen Analyse des eigenen Handelns, der fachlichen Information und dem strukturierten Austausch unterschiedlicher pädagogischer Absichten und der Situationsanalyse. Die Arbeit mit einem Supervisor von außen dient der Teamentlastung und der Konfliktreduktion. Die Bereitschaft zur Supervision wird bei allen vorausgesetzt.

7. Öffentlichkeitsarbeit

Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir die Vertretung unserer Einrichtung und ihrer Arbeit nach außen. Das Wichtigste dabei ist die gute Zusammenarbeit mit der Schule und den Eltern, die unsere Arbeit in ihrem Umfeld weitertragen und weitergeben, sowie die Darstellung unserer Projekte in der Öffentlichkeit. Dies geschieht über Zeitungsartikel und vor allem über die Website der Einrichtung.

8. Qualitätsstandards

Zur Sicherung und Überprüfung unserer Qualitätsstandards wird jährlich eine Elternbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse werden mit den Eltern kommuniziert. Wir versuchen Wünsche und Anregungen im Rahmen unserer Möglichkeiten umzusetzen. Wir bereiten uns auf eine Zertifizierung unserer Arbeit durch eine Zertifizierungseinrichtung vor. Folgende Standards gelten für unsere Einrichtung:

– kontinuierliches pädagogisches Wirken
– permanente Weiterentwicklung der Qualitätsstandards
– Durchführung unterschiedlichster Projekte
– künstlerische Ausbildung der Kinder
– musische Ausbildung der Kinder
– Sport
– Interkulturelle Offenheit
– kleine Gruppenstärke
– großzügige Personalausstattung
– frisches, gesundes Essen

– Fortbildungen
– Kooperationen
– Qualitätssicherung durch Elternbefragung und angestrebte Isozertifizierung
– effiziente und effektive Öffentlichkeitsarbeit



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